Anzahl Mitglieder Waghäusel Einsatzmannschaft: 23
Jugendfeuerwehr: 15
Kinderfeuerwehr: 5
Altersmannschaft: 5
(Stand: 08.09.2020)

Fahrzeuge: 3

Abteilungskommandant Waghäusel
Carsten Schmitteckert
abt.kdt{at}waghaeusel.ff-waghaeusel.de
Mannschaft Feuerwehr Waghäusel Abteilung Waghäusel

Die Abteilung Waghäusel ist die jüngste der drei Abteilungen, 1975 gegründet, haben die damaligen Waghäuseler Feuerwehrmänner das heutige Feuerwehrgerätehaus mit großer Eigenleistung errichtet. Im Gerätehaus finden wir zwei Löschfahrzeuge (ein TLF 8/18 und ein LF 10/6), ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) sowie einen Löschanhänger (TSA).

Heute ist das rund 40 Jahre alte Gebäude an seine Grenze gekommen. Immer aufwändigere Sicherheitsbestimmungen erfordern regelmäßiges Improvisieren unserer Führungskräfte, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Nichtsdestotrotz fühlen sich die Waghäuseler Feuerwehrmänner wohl in ihrem kleinen Refugium. Und das Feuerwehrfest für die Bevölkerung im Garten des Gerätehauses ist regelmäßig ein Erfolg, wenn auch im kleinen familiären Rahmen.

Historie

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Waghäusel, Abteilung Waghäusel
Die jüngste – aber zugleich auch eine der ältesten Wehren im Lande!
Die erste Erwähnung der Feuerwehr Waghäusel finden wir in
"Das Löschwesen" nach seiner geschichtlichen Entwicklung von frühesten Zeiten bis zur Gegenwart dargestellt von Kommerzien-Rath C.D. Magirus, erschienen im Selbstverlag des Verfassers, Ulm 1877.

1849
Gründung der Feuerwehr Waghäusel
Die Feuerwehren jener Zeit, so berichtet Magirus, hatten oft nicht sofort ihre volle Ausbildung, sondern bildeten meist ein freiwilliges Corps.

1880
Die erste uns erhaltene Feuerwehrsatzung stammt aus dem Jahre 1880 und trägt die Überschrift „Feuerwehr Ordnung der Fabrik Waghäusel“.
Paragraf 1 dieser Satzung lautet: „Zum Schutz der Fabrik gegen Feuergefahr und zur Hilfeleistung bei auswärtigen Bränden in der Nachbarschaft besteht eine Feuerwehr“. Somit war die Feuerwehr der „Badischen Zuckerfabrikation“, wie damals die Waghäuseler Zuckerfabrik hieß, seinerzeit schon zuständig für in Not geratene Bewohner der ganzen Umgebung.

1912
Aus dem Jahre 1912 liegt uns eine Aufnahmeurkunde der „Fabrik Feuerwehr von Waghäusel“ in den „Verband des Badischen Landes-Feuerwehr-Vereins“ vor. Daraus ersehen wir, dass die Werkfeuerwehr am 18. März 1912 als Mitglied in diesen Verein aufgenommen wurde.

1930
Als Waghäusel eine politisch selbständige Gemeinde wurde (zuvor gehörte das Gelände zur Gemeinde Oberhausen), übernahm die Südzucker Werkfeuerwehr offiziell den Brandschutz für die Bürger der neuen Gemeinde. Für diesen Dienst erhielten die Wehrmänner einen jährlichen Obolus aus dem Gemeindeetat.

1967
Am 12. Juli 1967 stürzte im Wald, am Ortsrand in Richtung Wiesental, ein Düsenjäger der Luftwaffe ab. Ein Dankschreiben von Generalleutnant Trautloft bestätigt, dass „die Werkfeuerwehr der Zuckerfabrik Waghäusel bereits 10 Minuten nach dem Absturz einsatzbereit an der Unglückstelle war und bis zum Eintreffen weiterer Feuerwehren aus der Umgebung den entstandenen Brand mit großem Erfolg bekämpft hat... Dem schnellen Einsatz der Feuerwehr war es zu verdanken, dass durch die in Brand geratenen Wrackteile des abgestürzten Jägers kein größerer Waldbrand und kein zusätzlicher Schaden entstanden sind“. Leider wurden bei diesem Großeinsatz auch zwei Waghäusler Feuerwehrleute verletzt, denen ein besonderer Genesungswunsch des Generalleutnants zukam.

1972
Eine Wende in der Geschichte der Waghäusler Werkfeuerwehr zeichnete sich ab. Als die großen Umbaumaßnahmen in der Südzucker Fabrik abgeschlossen waren, untersagte der damalige Direktor Köppen den Wehrmännern, ihre Übungen weiterhin während der Arbeitszeit durchzuführen. Er vertrat die Ansicht, in seiner neuen Fabrik aus Beton und Eisen würde es nie mehr brennen. Gleichzeitig war er überzeugt, im Notfall würden die Feuerwehrmänner auch ohne zeitraubende Übungen mit den vorhandenen Geräten jederzeit umgehen können. Bei größeren Bränden würde die Freiwillige Feuerwehr von Oberhausen zu Hilfe eilen. So schlummerte die Werkfeuerwehr dahin, ohne jedoch tatsächlich aufgelöst worden zu sein. Die Verantwortung für diesen letzten Schritt konnte und wollte keiner übernehmen.

1974
Das große Erwachen aus diesem Tiefschlaf kam im August. In einem Wohnhaus in Waghäusel war ein Feuer ausgebrochen. Obwohl die Sirenen bis in die Nachbargemeinden gehört wurden, hielt sich niemand dafür zuständig, in Waghäusel ein Feuer zu löschen. Die Hausnachbarn waren es, die mit Eimern und Gartenschlauch den Brand unter Kontrolle brachten und die Flammen erstickten!

  1. März 1975
    die „Freiwillige Feuerwehr Waghäusel, Abteilung Waghäusel“ wurde ins Leben gerufen! Die ehemalige Werkfeuerwehr der Südzucker Waghäusel war damit entbehrlich geworden.
    Nur zwei ihrer Mitglieder waren unter den Kameraden der neuen Abteilungswehr noch zu finden: Josef Blattner und Otmar Klevenz. Daneben zählten folgende Kameraden zu den Männern der ersten Stunde: Karl-Heinz Askani, Dietmar Boos, Roland Fuchs, Norbert Langen, Hans Peter Pistauer, Franz de Ponte, Julius Reich, Helmut Schreiber, Johann Schwarzinger, Bruno Uhrig, Johann Veith, Siegfried Weimer und Gerhard Würges. Bis zur Wahl des ersten Abteilungskommandanten Otmar Klevenz fungierte Franz de Ponte als Obmann der jungen Mannschaft zu den beiden anderen Abteilungen Kirrlach und Wiesental. Aus gesundheitlichen Gründen musste Otmar Klevenz jedoch schon im Dezember 1976 sein Amt an Josef Blattner abgeben.

1975-1980
In den folgenden Jahren erfüllte die junge Großgemeinde Waghäusel mit ihrem Bürgermeister Robert Straub ihre Zusage, ein Gerätehaus im Ortsteil Waghäusel zu erstellen. Die Feuerwehrkameraden hatten ihrerseits Eigenleistungen beim Bau zugesagt, um den finanziellen Rahmen nicht zu überspannen. Zwischenzeitlich wurden die Unterrichtsstunden sowohl im Martin-von-Cochem-Haus der Pfarrgemeinde als auch im Bürgersaal des alten Rathauses abgehalten. Bei Anwesenheit des damaligen Kreisbrandmeisters Gerhard Wolf konnte am 14. Juni 1980 das neue Gerätehaus der Abteilung Waghäusel eingeweiht und der Wehr übergeben werden.

1982
Gründung der Jugendfeuerwehr

1989
Anschaffung eines TLF 8/18 auf Unimog 1300L Fahrgestell

1993
Anschaffung eines LF 8/6 auf Mercedes-Benz 813 Fahrgestell

199x
Anschaffung eines VW Transporters T3 der Justizverwaltung als Mannschaftstransportwagen mit eigenen Mitteln der Abteilung Waghäusel. Der VW Bus war früher ein Gefangenentransporter und wurde durch die Mitglieder der Abteilung Waghäusel selbst ausgebaut.

2003
Ersatzbeschaffung des heutigen Mannschaftstransportwagen

2004
Bei einem unverschuldeten Unfall bei einer Einsatzübungsfahrt wurde das LF 8/6 zerstört. Ein Feuerwehrkamerad wurde dabei leicht verletzt. Ein neues Löschfahrzeug musste schnell beschafft werden.

2005
Anschaffung eines gebrauchten LF 8/10 auf IVECO Fahrgestell



Fahrzeuge (außer Dienst) Abteilung Waghäusel